Warum Tourismus?

Seit über zehn Jahren beschäftige ich mich mit Herz und Seele mit dem Thema Tourismus. Ich glaube manchmal, das hat mir mein Vater mitgegeben, der mich schon im Volksschulalter durch halb Europa mitgenommen habe. Von ihm habe ich auch als Teenager die damaligen „Bibeln“ der Tourismukritik (Krippendorf – die Ferienmenschen und Prahl/Steinecke – der Millionenurlaub) bekommen. Diese zwei Bücher stehen heute noch immer in meinem Regal.

Und auch, wenn ich mich manchmal frage, ob  mich dieses Thema wirklich bis zum Ende meines Berufslebens beschäftigen wird – so hat es einfach eine faszinierende Komplexität und Vielfältigkeit. Oft diskutieren wir, dass doch mittlerweile alles gesagt worden sei – und dann kommen doch wieder neue Aspekte dazu – und das führt zu spannenden und manchmal auch nächtelangen Diskussionen.

Es gibt eine deutschssprachige Szene des „Nachhaltigen Tourismus“ (wie er gerne genannt wird – und wie unsexy dieser Begriff gleichzeitig ist….) Jährlich trifft man sich am Reisepavillon in Hannover – wie ein Familientreffen – wo Projekte gebastelt werden, die neuesten Infos ausgetauscht werden und, und, und…

Die meisten Menschen, die sich mit dem Thema beschäftigen – so behaupte ich kommen eher aus Städten und stellen eher die Personengruppe dar, die selber auf Reisen geht – und nicht diejenigen, die „bereist“ werden – wie man so schön sagt. Vielleicht haben wir einfach nur Angst, dass uns unsere schönen Urlaubsorte zerstört werden???

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2 Kommentare

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2 Antworten zu “Warum Tourismus?

  1. Bekennende Massentouristin

    Da wird das Thema des immer wachsenden Staedtetourismus aber straeflich vernachlaessigt. Und dass viele, die bezahlte Jobs im Bereich des Nachdenkens ueber Tourismus haben, in Staedten beschaeftigt und wohnhaft sind, ist auch keine grosse Ueberraschung.

    Trotzdem gutes Gelingen weiterhin fuer den spannenden Tourismusbl0g!!!

  2. Erstens: Ich meine nicht, dass diese Leute im Städten beschäftigt sind (dies ist wahrlich keine Überraschung, da es nur dort diese Jobs gibt), sondern auch, dass sie aus den Städten kommen. Wenig Leute denken – so glaube ich – berufsmäßig über Tourismus nach, die zum Beispiel aus ländlichen Tourismusgebieten kommen – obwohl diese oft die wichtigsten Destinationen sind. Viele bleiben dort, und verdienen gutes Geld am Tourismus, andere „flüchten“ in die Städte und wollen damit nicht mehr so viel zu tun haben.

    Zweitens: Ad Städtetourismus. Ich will, dass Thema per se nicht vernachlässigen – nur – die Tourismuskritik ist aus der Beschäftigung mit dem ländlichen Tourismus entstanden.

    Und … insgesamt gibt es erstaunlich wenig Arbeiten, die sich mit städtischen Tourismus beschäftigen, auch wenn dieser eine enorme Bedeutung hat…

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