The sound of Music – Filmtourismus in Salzburg

Wenn ein Artikel  zwei Wochen vor Ostern mit dem Titel „In Salzburg spielt die Musik“ betitelt wird, vermutet man wohl eher eine Ankündigung der musikalischen Ereignisse der Salzburger Osterfestspiele, nachdem die finanziellen Unregelmäßigkeiten seit vielen Wochen in den Medien schon rauf und runter dekliniert wurden (eine kurze und bündige Zusammenfassung gibt es hier)

Aber nein die NZZ ist unbeeindruckt von österreichischer Sumpfigkeit und bringt unter oben genannten Titel einen Artikel über Salzburg und dessen Attraktivität für „Sound of Music“ Liebhaber. Über 300.000 Gäste im Jahr kommen jährlich nach Salzburg, nur um die Drehorte des Films zu sehen und die meisten buchen eine „Sound of Music“ Tour, für die sie über 40€ zahlen, um zu diversen Filmschauplätzen geführt werden.  Dies kann man hier nachlesen.

Über couchsurfing empfange ich ja auch regelmäßig Gäste aus den USA und aus Asien und fast alle buchen eine solche Tour und schwärmen, davon endlich die Orte zu sehen, die sie im Film schon x-mal gesehen haben. Und tatsächlich ist der Film eine unbezahlbare Werbung für Salzburg. Nahezu alle Sehenswürdigkeiten der Stadt sind zumindestens in kurzen Szenen eingefangen. Für uns deutschsprachige ist der Run zu dem Film oft nur schwer verständlich. Es ist eine richtige Schnulze, wobei mir aufgefallen ist, dass die Ohrwürmer erst beim zweiten Hinhören richtige Wirkung entfalten.

Es wird auch immer wieder diskutiert, warum dieser Film, der das Image von Salzburg außerhalb Europas maßgeblich prägt, im deutschsprachigen Raum selber so wenig erfolgreich und auch ziemlich unbekannt ist.  Neben der für die sechziger Jahre wohl allzu ausführliche Darstellung der Nazizeit vermute ich doch, die Hollywoodisierung als durchaus wichtigen Grund (der verballhornte Landler ist ja noch lustig, die Vorstellung von Schnitzeln mit Nudeln als Nationalgericht lässt mich jedoch schon etwas schaudern). Dazu aber ein anderes Mal mehr.

Fotonachweis:  Linkmanjd

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